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Abschluss des Deutschen Bouldercups 2007 in Überlingen
Die Deutsche Boulder-Meisterschaft 2007 ist entschieden: Markus Hoppe (SBB) und Juliane Wurm (Wuppertal) sicherten sich am Samstag, dem 14. Juli, bei herrlichem sommerwetter in Überlingen die Titel beim letzten Bouldercup der Saison.
Bis zum Finale befand sich Jonas Baumann (Wuppertal) auf bestem Kurs, seinen Meistertitel aus dem Vorjahr zu verteidigen: Als Einziger konnte er alle Qualifikations- und Halbfinalboulder im Flash bewältigen. Nach seinem Sieg beim zweiten Bouldercup in Heilbronn und Platz vier beim Auftakt in München lag der 20-Jährige zudem mit 155 Zählern im Gesamtranking in Führung, dicht gefolgt von Markus Hoppe (145) und Stefan Danker (Landshut, 143). Auch Peter Würth (Ludwigshafen, 120) konnte sich vor dem Abschlussbewerb noch Chancen auf den Titelgewinn ausrechnen, während Andre Borowka (SBB, 120) nicht in Überlingen antrat. Die Finalisten Da alle vier Titelaspiranten erwartungsgemäß den Einzug ins Finale von Überlingen schafften, blieb es am Samstagabend bis zum Ende des Wettkampftages spannend. Das Teilnehmerfeld der Finalisten komplettierten überdies Martin Hammerer vom OeAV Innsbruck, der sich mit vier Tops (elf Versuche) für die Runde der letzten Sechs qualifizierte, und Frank Jaenecke (Leipzig), der zwei Tops (zwei Versuche) im Halbfinale hinlegte. Karsten Borowka (SBB), Thomas Neyer (OeAV Innsbruck) und Sebastian Gerber (Bergfreunde Saar), die jeweils mit vier Flashs in der Qualifikation aufhorchen ließen, mussten sich nach dem Halbfinale verabschieden. Pünktlich um 18:00 Uhr wurde das Finale auf dem Landungsplatz, direkt am Bodensee gelegen, eingeläutet. Wie schon in Qualifikation und Halbfinale fanden sich einige Hundert Zuschauer auf dem Gelände ein, um die sportlichen Höchstleistungen der Athleten zu verfolgen. Gemäß der Halbfinalergebnisse ging es Boulder für Boulder in der Reihenfolge Würth - Jaenecke - Hoppe - Danker - Hammerer - Baumann zur Sache; für jeden Finalboulder wurde, wie üblich, eine Zeit von maximal sechs Minuten eingeräumt. Der Knackpunkt: Boulder 2 Als entscheidend im Kampf um die Meisterschaft sollte sich letztlich Finalboulder zwei erweisen: Die erste Top-Begehung dieses Problems gelang Markus Hoppe - und es war gleichzeitig die einzige in diesem Finale. Ohne sich lange in der Wand aufzuhalten, hatte der Dresdner nach wenigen Zügen den Topgriff fest in den Händen. Stefan Danker und Jonas Baumann, beide mit Flashs am ersten Boulder ins Finale gestartet, bissen sich an dieser Stelle die Zähne aus - trotz vollstem Einsatz blieb beiden der Durchstieg verwährt. Umgekertes Bild zu 2006: Hoppe ist Meister! Da Markus Hoppe an Boulder eins in zwei Versuchen ebenso erfolgreich war und sich an Boulder drei und vier mit zwei Tops (ein Flash) weiterhin keine Blöße gab, durfte er sich am Ende nicht nur über den Tagessieg freuen, sondern auch den Gewinn der Deutschen Bouldermeisterschaft 2007 bejubeln. Für den 28-Jährigen gleichzeitig eine kleine Revanche für die Saison 2006: da war es Jonas Baumann, der den Dresdner im letzten Bewerb noch von Platz eins verdrängte - dieses Mal gab es also das gleiche Bild in umgekehrter Folge. Markus Hoppe hat somit nach 2002 und 2005 zum dritten Mal in seiner Karriere den Gesamtsieg im Deutschen Bouldercup eingefahren. Die weiteren Platzierungen Jonas Baumann indes belegte in Überlingen nach einem hervorragenden Wettkampf, in dem er alle Probleme - bis auf jenen Finalboulder zwei - flashen konnte, den zweiten Platz. Stefan Danker, ebenso mit drei Flashs im Finale, kam auf Platz drei. Auch im Gesamtranking haben die beiden Athleten diese Positionen inne. Über den vierten Platz in Überlingen durfte sich Frank Jaenecke freuen, der mit drei Tops (fünf Versuche) ebenfalls eine starke Vorstellung ablieferte. Peter Würth wurde mit zwei Tops (sieben Versuche) Tagesfünfter; Martin Hammerer, dem an diesem heißen Tag am Ende etwas die Kraft ausging, fand sich mit zwei Tops (zehn Versuche) auf Platz sechs wieder. Insgesamt nahmen 39 Herren an der Abschlussveranstaltung des Deutschen Bouldercups in Überlingen teil; sechs Athleten aus Österreich bereicherten dabei das Starterfeld. 20 Herren kamen nach der offenen Qualifikation ins Halbfinale, die besten Sechs kämpften anschließend um den Tagessieg. Parallel zu den Herren stiegen am frühen Abend auch die Damen in ihr Finale ein. Aus dem kleinen Starterfeld von zehn Athletinnen, vier davon aus Österreich, hatten sich Juliane Wurm, Anna Stöhr (OeAV Innsbruck), Monika Retschy (Oberland), Angelica Lind (Allgäu-Immenstadt), Martina Harnisch (OeAV Innsbruck) und Sonja Schade (Bielefeld) für die letzte Runde qualifiziert. Juliane Wurm bereits nach dem Halbfinale Meisterin Juliane Wurm, die als Einzige alle vier Halbfinalboulder flashen konnte, war die erfolgreiche Verteidigung ihres Meistertitels bereits mit dem Einzug ins Finale gelungen: Zu ihrem bisherigen Punktekonto von 160 Zählern sollten sich nun mindestens 47 Punkte addieren, so dass die 16-Jährige von keiner der in Überlingen teilnehmenden Athletinnen mehr eingeholt werden konnte. Julia Winter (SBB), die zuvor das Gesamtranking vor Wurm anführte, nahm nicht am Abschlussevent teil. Anna Stöhr holt den Tagessieg Den längsten Atem bei den Damen bewies am Ende allerdings Anna Stöhr: die Gewinnerin des Rockmaster und Gesamtdritte des Boulderweltcups 2006 benötigte insgesamt sechs Versuche, um alle vier Finalboulder zu toppen. Boulder zwei konnte sie dabei als Einzige Finalistin im Flash bewältigen. Ein verdienter Sieg für die 19-Jährige Österreicherin, hatte sie auch schon alle Halbfinal- und Qualifikationsboulder getoppt. Die weiteren Platzierungen Tageszweite und damit auch Gesamtzweite in der Deutschen Meisterschaft wurde Angelica Lind - drei Tops in vier Versuchen standen am Ende auf ihrem Konto. Sonja Schade konnte drei Tops in neun Versuchen aufweisen, was den dritten Platz in Überlingen und auch in der Gesamtwertung bedeutete. Die neue und alte Meisterin, Juliane Wurm, fand sich schließlich als drittbeste Deutsche des Tages auf dem vierten Platz wieder: Sie konnte die letzten beiden Boulder flashen; bei Boulder eins und zwei erreichte sie die Zonengriffe. Mit dem gleichen Finalergebnis belegte Monika Retschy die Endposition fünf, Martina Harnisch kam mit zwei Tops in vier Versuchen auf Rang sechs. Nationenwertung Die Nationenwertung entschieden die deutschen Athleten und Athletinnen am Ende recht deutlich vor den Nachbarn aus Österreich. Nach der Siegerehrung stand zum Abschluss des Tages noch ein High-Jump-Contest auf dem Programm, den der Weltmeister in dieser Disziplin, Peter Würth, mit 2,55 Metern für sich entschied. Auch das sonstige Rahmenprogramm am Wettkampftag - Mitmachklettern, Modenshow, Bikeshow, musikalische Darbietungen, eine Podiumsdiskussion zum Thema "Gesundheitliche Aspekte des Boulderns" sowie die Anwesenheit des Klettercomiczeichners Erbse unermüdlich für seine Fans zeichnete - erfreuten die Zuschauer von Jung bis Alt. Positives Fazit Der DAV als Veranstalter des Deutschen Bouldercups sowie die Sektion Überlingen und die Agentur MCD Sportmarketing als Ausrichter vor Ort konnten am Ende des Tages auf eine gelungene Veranstaltung zurückblicken, die durch perfekte Organisation, tolle Stimmung und höchstes Kletterniveau bestach. Das hervorragende Wetter mit Temperaturen um die 35 Grad Celsius trug sein Übriges zu diesem Erfolg bei. Gute Partner des Deutschen Bouldercups Der Deutsche Bouldercup wird möglich gemacht durch seine Partner sintroc & ecogrips und T-Wall, den führenden Herstellern von Kletterwänden, sowie der ispo. Ergebnisüberblick Finale Überlingen - Damen Gesamtwertung Damen Finale Überlingen - Herren Gesamtwertung Herren Siehe auch: |
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