News Home | 3rd Party | 8a.nu | PlanetFear | UkClimbing | Eure News | Firmen News | Videos
Pressemitteilungen | Produkte | Neu im Shop | Advertorials | Top Features | Fotostrecken
Andreas Bindhammer holt sich die erste Wiederholung von "PuntX 9a+"
Die ultraresistente Route im Sektor Deversé bei Nizza (F) mit ihren 40 Zügen stellt nicht nur hohe Anforderungen an die physische Stärke, sondern auch an die Schmerztoleranz der Aspiranten.
Enge Fingerlöcher und scharfe Unter- und Seitgriffe in wasserzerfressenem Fels erfordern eine radikale Einstellung zu den natürlichen Warnsignalen des Körpers - und einen kompromisslosen Kletterstil.
Die Erstbegehung des französischen Spitzenkletterers Alexandre Chabot aus dem Jahr 2007 stellt derzeit das ultimative Testpiece im Süden Frankreichs dar – eine Herausforderung, der sich schon einige namhafte Größen der Kletterwelt geschlagen geben und unverrichteter Dinge wieder von Dannen ziehen mussten...
Nach einem "Jahr der harten Erstbegehungen", wie Andreas die Saison 2008 mit seinen beiden Erstbegehungen "St. Anger 9a" (Arco/I) und "Hades 9a" (Nassereith/A) bezeichnet, macht er sich Mitte September Richtung Nizza auf, um sich gezielt an der spektakulär strukturlos erscheinenden, auf 20m Höhe etwa 10m überhängenden Linie zu versuchen.
Bei einem intensiven Check der Route direkt nach der Begehung von "Abysse 9a/a+" vor zwei Jahren erschien ein Durchstieg noch in weiter Ferne: "Die Züge fielen mir damals einfach zu schwer, ich konnte kaum die Zwischensicherungen einhängen..." erinnert sich Andreas.
Doch diesmal standen die Vorzeichen besser: zum einen war da die monatelange Boulder-Vorbereitung. "Bis auf die Versuche in meinen Routenprojekten beschränkte sich mein Training dieses Jahr rein auf´s Bouldern. Ein absolutes Novum für mich..."
Zum anderen gab es eine Strategie, die es ermöglichen sollte, die Finger nach der extremen Belastung zu schonen, ohne durch zu viele Ruhetage die Form zu verlieren: "Mein Plan sah vor, am ersten Tag bis zu vier Versuche in der Route zu machen, den folgenden Tag im nahegelegenen, eher fingerschonenden Sandstein-Bouldergebiet Annot zu verbringen um dann nach einem Ruhetag wieder Versuche in der Route zu machen."
Der erste Teil des Experiments schien zu funktionieren: Die Passagen waren von Beginn an ohne größere Probleme möglich. Jedoch war die Haut den enormen Belastungen durch die scharfen Ränder der Fingerlöcher nicht gewachsen. So kamen nach jedem Tag in der Route zwei weitere, mit Tape umwickelte Finger hinzu, bis es nach zwei Wochen bei eher feuchtwarmer Witterung - und damit effektiv nur fünf Tagen in der Route - nicht mehr möglich war die schmerzenden und angeschwollenen Finger abzuwinkeln, geschweige denn mit ihnen in die Löcher zu treffen. Die Fortschritte fielen zunehmend dürftig aus, während der Quälfaktor exponentiell anstieg...
Der einwöchige Vaude-Teamtrip nach Oltre Finale versprach etwas Linderung – und onsight- als auch fingerfreundlicheres Gelände...
Eine Woche später - Anfang Oktober - ist Andreas zurück in der Schlucht der Schmerzen. Die Bedingungen sind besser als zuletzt, es ist windig und kühl. Gleich der zweite Versuch des Tages setzt eine neue Höchstmarke, der dritte Versuch endet unter den Anfeuerungsrufen der anwesenden Kletterer schließlich mit einem gellenden Schrei: der rechte Fuß schießt bei voller Belastung aus der Wand - die rettende Leiste liegt schon in der Hand, ist jedoch zu klein, um den aprupten Körperschwung noch abzufangen. Ein vierter Versuch reicht weit nach oben, scheitert aber an der inzwischen eingeschränkten Maximalkraftausdauer. Fazit des Tages: mit den richtigen Bedingungen und etwas Glück ist ein Durchstieg in greifbarer Nähe!
Die Euphorie hält nur bis zum nächsten Tag: Es wird wärmer, die Luft feuchter und der Wind lässt nach. Mit einer Pause ist die Route noch möglich. Aber die Finger leiden unter der verminderten Reibung.
Erst am Wochenende darauf, es ist bereits der 11. Oktober, ist die Sonne zurück. Nur der Wind lässt noch auf sich warten. Bei 23°C ist es zudem sehr warm für die Jahreszeit. Ohne die Möglichkeit in den Chalkbag zu greifen, beginnen die Finger immer mehr zu rutschen – ein Wettlauf mit der Haltezeit. Die letzte Zwischensicherung bedeutet zwei Mal das Aus: Ein paar Sekunden zu lange am Griff...
Kurz bevor die Sonne die Route erreicht kommt endlich Wind auf. Andreas blendet den Schmerz aus, mobilisiert noch einmal all seine Kräfte. Ein letztes Mal für diesen Tag.
Er erreicht kontrollierter als die Male zuvor die verhängnisvolle letzte Zwischensicherung, hängt ein. Der Zug in das Zwei-Finger-Untergriffloch - das Ende des vorherigen Versuches – gelingt. Vor dem berüchtigten, V-förmigen Einfingerloch vor der letzten Kante nimmt er sich die Zeit um noch einmal nachzuchalken.
Das Gesicht ist schmerzverzerrt. - Dieses Mal gibt es keine Gnade! Das Fingerloch wird durchgezogen. Von unten kommen die Anfeuerungsrufe: "Alé!", "Come on!". Dieses Mal hält der Fuß – die Leiste mit rechts - der rettende Seitgriff... Geschafft!
Ein befreiender Schrei - der Lohn für die Mühe der letzten Wochen: Die erste Wiederholung von "PuntX", der "mutmaßlich schärfsten 9a+ aller Zeiten..."
Kommentare mit Social Logins
Disqus, Facebook, Twitter, Yahoo oder OpenID Logins können verwendet werden
Tagcloud
Crux Klettergriffe...
...präsentiert die STRUKTURREFORM
Alle coolen crux-Klettergriffe sind natürlich TÜV-geprüft und - zertifiziert.
Ohne unsere Seele wäre es nur Metall!
Wie die Tiroler Metallschmiede AustriAlpin ihren Karabinern Leben einhaucht...
Reparatur von Kletter- und Wanderschuhen
Wir legen hohen Wert auf Qualität, damit Form und Funktionsfähigkeit der Kletter- und Wanderschuhe erhalten bleiben.
ADRIALIN
Der Reiseveranstalter ADRIALIN bietet zahlreiche Unterkünfte für den
Kletter- und Aktivurlaub in Kroatien und Italien an. www.italien-adrialin.de »
Kletterzentrum Würzburg
1740 qm Kletter- und Boulderfläche, Bistro, Biergarten und Klettershop - das
alles und noch viel mehr erwartet euch im DAV Kletterzentrum Würzburg.
NEU IM SHOP
Wird die Erde größer, oder was ist da los? Zumindest im Frankenjura wachsen anscheinend neue Felsen, denn die 7. Auflage des Band 1 ist noch mal deu... mehr »
Foren Threads
[24.05.] Kletterschuhe verloren im Frankenjura (G
[23.05.] Adersbach
[22.05.] Frankenjura Band 2
[22.05.] Kletterklamotten *SCHAUDER*
[21.05.] Urlaub
[21.05.] Tölz
[21.05.] Soziologie Studie
Foren Kommentare
[24.05.] Grivel Pleite?
[24.05.] Kletterschuhe verloren im Frankenjura (G
[23.05.] Adersbach
[23.05.] Treffen
[22.05.] Treffen
[22.05.] Frankenjura Band 2
[22.05.] Frankenjura Band 2
Aktuelle Fotostrecken [Alle Fotostrecken]
RoutenDB
- [Frankenjura] Gebrüder Grimmig
- [Frankenjura] Gebrüder Grimmig
- [Frankenjura] Lutscher
- [Frankenjura] Vernissage
- [Frankenjura] Archon
- [Frankenjura] Judas Ziege
- [Frankenjura] Judas Ziege
Neue Videos
Trailer Praxis Dr. Mann
Trailer of the climbing movie "Praxis Dr. Mann". Coming out on summer 2012....
First ascent of "Prince of Da
First ascent of "Prince of Darkness" (7c), Fuchsley, Germany. 24.09.2011. The route requires "Old School-climbing" with small ...
TOP 5 Artikel
TOP 5 Videos
Kommentare zu den News
Kommentare über DISQUS
4 Seasons TV [Alle Filme]
Das Banff Mountain Film Festival ist das renommierteste Bergfilmfestival der Welt. Hier werden alljährlich die besten Bergfilme ausgezeichnet. Ab Februar 2012 gehen die Filme auf große Weltreise und werden ab dem 25. Februar in über 30 Städten in Deutschland und der Schweiz zu sehen sein. Bei 4-Seasons.TV gibt es jetzt schon den Trailer zu sehen.
Film ansehen »
Der Weg ist das Ziel. Dieses Motto zählt wohl bei kaum einer Sportart mehr als beim Extrembergsteigen. Ob auf den Mount Everest oder doch nur auf den Mont Blanc. Die Ausrüstung ist bei Expeditionen in die Höhe absolut überlebenswichtig. Und das nicht nur in der Todeszone. Alix von Melle aus der Globetrotter Filiale München ist eine sehr erfahrene Höhenbergsteigerin und weiß gant genau welches Equipment bei 5.000 + nicht fehlen darf.
Film ansehen »
Beim Toprope wird das Seil in eine Umlenkung am Ende einer Route so eingehängt, dass beide Seilenden bis zum Boden reichen. Worauf es beim Toprope-Klettern ankommt, zeigen die Kletterexperten vom DAV.
Film ansehen »
Da hat sich Johannes Munde mal etwas vorgenommen. Eine andere Art, den Gipfel des Basteifelsens „Langer Israel“ bei Rathen zu erklimmen. Nicht durch Kletterei, sondern durch einen wagemutigen Sprung.
Film ansehen »
Klettern ist im Trend. Der Deutsche Alpenverein beobachtet volle Kletterhallen, der Handel einen stetigen Kundenzuwachs. Globetrotter Experte Rainer Jäpel und Matthias Keller vom DAV im Gespräch.
Film ansehen »


















Kommentare mit Climbing.de Login
dürfen Kommentare schreiben.
Zur Registrierung »