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IMS 2009: Alpen dürfen nicht zu einer Art Disneyland verkommen
Der erste International Mountain Summit startete am vergangenen Mittwoch im Forum Brixen mit einer Elefantenrunde internationaler Spitzenalpinisten.
Im Rahmen der Podiumsdiskussion „Alpinismus gestern – heute – morgen“ diskutierten Bergsteigergrößen wie Reinhold Messner, Ines Papert, Alexander Huber, Hans Kammerlander und Stefan Glowacz mit Peter Geyer (Präsident des Internationalen Bergführerverbandes), Georg Simioni (Alpenverein Südtirol, AVS), Roberto Mantovani (ALP-Chefredakteur) und Giacomo Stefani (Präsident vom Club Alpino Academico Italiano, CAAI).
Nach kurzer Begrüßung durch die Veranstalter Alex Ploner und Markus Gaiser eröffnete Ernst Vogt, Moderator des Bayerischen Rundfunks, die Podiumsdiskussion: Die Spitzenbergsteiger waren sich einig, dass sich die jetzige Generation von Bergsteigern und Kletterern neue Ziele suchen muss, um den Alpinismus weiter zu entwickeln.
Nach dem “Pistenalpinismus“ der vergangenen Jahre sieht Reinhold Messner diese Entwicklung in der Steigerung der so genannten Exposition, d.h. immer höhere Schwierigkeitsgrade werden in immer extremeren Höhenlagen geklettert. Dieser Trend zeigt sich beispielsweise im Alpinstil von Stefan Glowacz, der zunehmend Kletterrouten in den entlegensten Bergregionen der Welt sucht.
Mit der Entwicklung hin zur Exposition steigen jedoch auch Gefahr und Risiko. „Es geht darum, uns mit Absicht einer Gefahr auszusetzen, um uns zu bewähren. Die hohe Kunst des Bergsteigens besteht darin, zu wissen, wann man umkehren muss. Wir versuchen alle Risiken zu kennen. Nur so können wir sie optimal managen“, so Alexander Huber.
Der Umgang mit den Risiken am Berg ist auch für Bergführer Peter Geyer essentiell. Er fordert bei Expeditionen mit Kunden mehr Eigenverantwortung: „Jeder Gast muss in den Bergen mehr Verantwortung übernehmen und sich nicht alleine auf den Guide verlassen“.
Neben der Vorreiterrolle der Extrembergsteiger sind für die Entwicklung des Alpinismus auch die Alpenvereine maßgebend. Einerseits sollen sie einer breiten Masse den Zugang zum Bergsport ermöglichen, gleichzeitig aber auch einen verantwortungsvollen Umgang mit der Natur vermitteln.
„Die Alpen dürfen nicht zu einer Art Disneyland verkommen“, warnt Reinhold Messner. Für ihn beginnt der klassische Alpinismus dort, wo der Tourismus aufhört.
















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