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29.01.2004
Weltweite News

Messner: "Jemand der nur in der Halle am Plastik klettert, kann das alles nicht verstehen"

Von: Text & Fotos: Martin Joisten


"Jeder richtige Bergsteiger kann das nachvollziehen!
Jemand der nur in der Halle am Plastik klettert, kann das nicht verstehen."  

Mit diesen Worten beendete Reinhold Messner seine Replik auf die Fragen, die ich ihm gestellt hatte.  Gelächter im Raum - klar - ein nettes Klischee, das sich anbot. Nur weil ich gerade blond gefärbte Haare habe und vielleicht etwas jünger aussah, als der Rest der anwesenden Journalisten, wurde ich als "unerfahrener Hallefuzzi" abgestempelt. Ich musste auch lachen, wenngleich aus einem ganz anderen Grund, hatte ich doch einen netten Aufhänger für meinen Bericht.

Aber - fangen wir mal von vorne an:


 


Manfred Sturm
Hinten: Ingo Buchelt, Thomas Urban vom DAV

Michael Pause
Bergauf-Bergab

Heute früh startete pünktlich um 11:00 Uhr in den Räumlichkeiten des Piper-Verlags in München eine Pressekonferenz mit Reinhold Messner, in der er über die Knochenfunde am Nanga Parbat, deren Untersuchung und der sich für ihn daraus ergebenden Konsequenzen mit geladenenen Journalisten reden wollte.  Da darf natürlich Climbing.de nicht fehlen...

Die Pressekonferenz dauerte satte 2,5 Stunden und wartete mit teils deftigen Diskussionen auf. Presse und Prominenz war zahlreich vertreten, so dass es nicht nur aufgrund der teils hitzigen Diskussionen allen Beteiligten recht warm wurde - wie praktisch bei dem zu dieser Zeit herrschenden Schneetreiben vor der Türe.

Die Ankunft von Reinhold Messner hatte etwas von einem Popstar. "Er ist schon im Haus" wisperte eine Angestellte des Piper-Verlags und einige Journalisten hasteten ihm - bewaffnet mit Kameras - durch den Korridor des Verlags entgegen. Die ersten Fotos im Gang, das erste Posing vor der Kamera mit seinem Buch "Die weisse Einsamkeit". Der Rest der Journalisten wartete geduldig im Raum, bis Reinhold diesen schließlich betrat. Dann war Schluss mit lustig - schnell noch den Kaffee runtergekippt und los ging die Pressekonferenz.

Nach kurzen, einleitenden Worten eines leitenden Verlagsmitglieds hieß uns Reinhold Willkommen und erklärte recht lange, was denn der Knochenfund - seiner Meinung nach - für Auswirkungen hätte. Ohne mich in Details verlieren zu wollen, lautete Messners Botschaft stark zusamengefasst: "Der Knochenfund beweist, dass Günther tatsächlich mit Reinhold über die Diamirflanke abgestiegen ist und demzufolge ist seine Darstellung der damaligen Umstände komplett richtig und diejenigen, die etwas anderes behauptet haben bzw. noch immer behaupten, wurden nun der Unwahrheit überführt."

Bei seinen Ausführungen in Bezug auf die Medien, die Verlage, den Deutschen Alpenverein oder in Bezug  auf Herrligkoffer, von Kienlin und Saler spart Messner nicht mit starken Worten.  Es gab eine Rufmordkampagne gegen ihn,  Herrligkoffer habe sich "unmenschlich" verhalten, von Kienlin sei ein Fälscher, Saler hinterfotzig - entweder Täter oder Opfer, es gab "Verbrechen von den Kolpoteuren"  usw. usw.

Messner meinte weiterhin, dass nun jeder die Gelegenheit zu einer Richtigstellung hätte, denn es gäbe schließlich keinen vernünftigen Grund mehr, an seiner Schilderung zu zweifeln. "Kienlin, Bauer, Saler und Winkler müssen nun die Karten auf den Tisch legen. Mir reicht da ein 'Sorry'!". Der angerichtete Schaden sei aber dennoch nicht mehr gutzumachen. Die Medien hätten sich, wie auch der Deutsche Alpenverein durch die Buchvorstellung von Saler und Kienlin auf der Praterinsel mitschuldig bei dieser Rufmordkampagne gemacht. "Ich möchte von dieser Geschichte endlich Ruhe haben."

Nicht nur Messner möchte seine Ruhe haben - auch der anwesende Manfred Sturm von der Herrligkoffer-Stiftung wünscht dies. Eindringlich appellierte dieser an die anwesenden Pressevertreter, das "alles nun ein Ende" haben solle und auch Messner betont: "Ich sehe keine Notwendigkeit zu diesem Thema noch eine Pressekonferenz zu geben".



Reinhold Messner


Hanspeter Eisendle

 



Auf meine Anmerkung, dass Kritiker nun sicherlich schreiben würden, dass die Knochenfunde möglicherweise den Abstieg Günthers über die Diamirflanke belegten, aber das "warum" noch immer gepaart mit den eidesstattlichen Versicherungen, Messner habe mehrfach und detailliert von einer möglichen Überschreitung gesprochen, im Raume stünde, wird der Tonfall wieder alles andere als versönlich.

Eine Überschreitung ohne Ausrüstung wäre Wahnsinn gewesen und er habe schließlich seine Kameraden gebeten, die Merkl-Rinne mit Seilen für seinen Abstieg zu versichern und auf ihn zu warten. Schon allein daraus ergebe sich, dass er den Nanga Parbat zu keinem Zeitpunkt überschreiten wollte.

Als ich dann nachfragte, was denn nun einfacher gewesen wäre: Seinen höhenkranken Bruder über eine vollkommen unbekannte Route die Diamirflanke herunterzuführen im sicheren Wissen, dass dort keinerlei Lager und keinerlei Hilfe zu erwarten gewesen wäre oder Günther bis (von oben betrachtet) zum Ende der Merkl-Rinne über die bekannte Aufstiegsroute zu führen, wenn denn dort seine Kameraden auf seinen Wunsch hin Seile fixierten und Hilfe in greifbarer Nähe ist.  Da ging es auch mit Messner ein wenig durch - wahrscheinlich hat er diese Frage schon etwas zu oft gestellt bekommen. Günther und er hätten sehr viele Möglichkeiten durchdacht und wären zu dem Schluss gekommen, dass ein Abstieg über die Merkl-Rinne schlichtweg unmöglich gewesen wäre. Auch wenn ihn nur 5 Meter von den Helfern getrennt hätte, hätte das auch nicht gereicht und erinnerte in diesem Zusammenhang an den tragischen Fall von Toni Kurz in der Eiger-Nordwand. Zudem hätte ihm Günther gesagt, dass die Merkl-Rinne eben nicht mit Seilen versichert ist.

Auf meine Entgegnung, dass zwar Günther aus Wut über den Seilverhau alleine loszog, aber deswegen davon auszugehen, dass keine Seile fixiert würden, wäre doch etwas übertrieben, meinte Messner: Zum Anbringen von Fixseilen benötigt man zwei Personen, es war aber nur eine da - deswegen bin ich davon ausgegangen, dass die Rinne nicht versichert ist.

Er musste seinem Bruder helfen, sah als einzigen gangbaren Weg den Abstieg über die Diamirflanke, den er Jahre später in nur 6 Stunden hinter sich brachte und schlug diesen Weg ein. Lieber dort Stück für Stück runter, als dem sicheren Tod beim Versuch über die Merkl -Rinne abzusteigen ins Auge zu blicken.

Und eben zu krönenden Abschluss
"Jeder richtige Bergsteiger kann das nachvollziehen.  Jemand der nur in der Halle am Plastik klettert, kann das alles nicht verstehen"
;-)



Auf die Nachfrage eines anderen Journalisten, wie es denn mit dem Rufkontakt war, gibt Messner diesen zu, doch er hatte sich ausgerechnet, dass die aufsteigende Seilschaft eh erst viel zu spät zu Günther und ihm gekommen wäre und wollte deren Leben nicht auch noch in Gefahr bringen. Daher habe er diesen eben nichts vom Zustand seines Bruders signalisiert.

Soweit also dazu. Noch kurz zum eigentlichen Knochenfund:
Der Südtiroler Bergführer Hanspeter Eisendle fand den Knochen zufällig bei Dreharbeiten auf dem Gletscher am Nanga Parbat unterhalb der Diamirflanke. Er steckte halb im Geröll und war so verwittert, dass er diesen zunächst nur für einen Ast hielt. Als er ihn herausgezogen hatte, habe er ihn als einen Knochen erkannt. Ein Bruder von Reinhold Messner war Arzt und auch vor Ort. Dieser hielt ihn für zu gross, als dass er zu Günther gehören könne. Daher mass man diesem Fund nicht eine solch große Bedeutung zu und vermutete eher, dass er einem vermissten Pakistaner zuzuordnen wäre. Das war ihm Jahr 2000.

Schließlich landete der Knochen beim gerichtsmedizinischen Institut in Innsbruck und wurde dort untersucht. Messner gab in seinen eigenen Worten als "Laie" - wie er selber meinte - dazu bekannt, dass er behaupten dürfe, dieses Knochenstück gehöre sicher zu seinem Bruder - die Mediziner dürften dies so nicht behaupten. Es folgten Zahlenspielchen, die keiner so recht durchschauen konnte. So beträgt z.B. die Wahrscheinlichkeit, dass die gefundene DNA-Kette bei einem Menschen vorkommt 1:557.000 Welche Aussagekraft hat dies? Eine ganz andere Zahl besagt, dass die Wahrscheinlichkeit, dass dieser Knochen von Günther ist, 60mal höher ist, als dass der Knochen von einem anderen Menschen stammte. Zudem wurde die Größe des Menschen auf 165-175cm festgelegt - Messners Bruder war wohl 170cm gross.

Bleibt trotzdem die Frage:
Was beweist dieser Fund ausser, dass Günther auf der Diamirseite des Nanga Parbat ums Leben gekommen ist und nicht - wie wohl Herrligkoffer mutmasste - in der Nähe der Merkl-Rinne? Natürlich - wenn dieser Part stimmt, warum sollte dann nicht auch der Rest der Geschichte von Reinhold Messner stimmen, aber ich denke, dass noch immer einige Fragen zu klären sind.

Ich wurde im Anschluss an die Pressekonferenz kurz von Antenne Bayern gebeten, als Teilnehmer die Frage zu beantworten, ob ich glaubte, dass Reinhold Messner mit dieser Pressekonferenz sein Ziel erreicht habe, dass nun endlich Ruhe ist. Mein Kommentar und meine Meinung "Sicherlich nicht!".

Und wenn schon einer, der nur am Plastik in der Halle klettert diese ganzen Umstände nicht verstehen kann - wie bitte schön sollen das Journalisten verstehen, die mit dem Bergsport überhaupt nichts zu tun haben?

In diesem Sinne - ich denke, dass diese Angelegenheit die alpinen Blätter - und nicht nur diese - noch eine ganze Weile beschäftigen wird...

Martin Joisten
Dank an Thorsten W. für die Digicam!

 

 




Siehe auch:
www.reinhold-messner.de
www.piper.de
www.a1-verlag.de
Presseerklärung des A1 Verlags zu Messners präsentiertem Knochenfund
Knochen von Messners Bruder am Nanga Parbat gefunden?
Buchvorstellung: "Zwischen Licht und Schatten" von Hans Saler
Kleiner Verlag lässt sich von Reinhold Messner nicht stoppen

 

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13 Kommentare [ anzeigen | verbergen ]
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Yo
04.02.2004 12:40 Uhr
Lieber Francis.
Messner selbst gibt mehrere Versionen zu besten. Seine Aussagen sind in vielerlei Hinsicht widersprüchlich. Die Frage, WARUM ER ÜBERHAUPT über die Diamirseite abgestiegen ist, hat er bisher einzig durch die "Notlage" begründet, aber noch nie schlüssig erklärt. Ich zitiere hier sinngemäß Hans Saler: Warum klettert einer in erschöpftem Zustand an der Außenfassade eines Hochhauses hinunter, gerade weil er erschöpft ist, anstatt durchs Treppenhaus abzusteigen?

R.M. hat (wie er zugibt) nie um Hilfe gerufen, als Scholz und Kuen in Rufweite waren. Trotzdem beschuldigt er die beiden, ihnen wäre der Gipfel wichtiger gewesen, als ihm und seinem Bruder zu helfen - und bezichtigt sie deshalb unterlassener Hilfeleistung! Usw usf...

Lies einfach mal das Buch von Hans Saler: Dieser BEHAUPTET NIE, Messner sei Schuld am Tod von Günther - er versucht lediglich, die Fakten in einen nachvollziehbaren, logischen Zusammenhang zu bringen. Was ihm weitaus besser gelingt, als es Messner vermag. Die Bücher von Saler und von Kienlin sind auch keine Offensive gegen Messner. Vielmehr hat R.M. den Bogen mit der Behauptung überspannt, seine Kameraden trügen eine Mitschuld am Tod Günthers. Und dagegen wehren sich Saler und v.Kienlin.

Erstaunlich ist auch, wie R.M. in seinem neuesten Buch (als Reaktion auf die beiden "Trittbrettfahrer" :-)) doch wieder etwas verhaltenere Töne anschlägt, was seine Angriffe auf das Team von damals betrifft.

Also: Der Knochenfund verät NICHTS über R.M.s Motive, die NP-Überschreitung durchgeführt zu haben. Insofern sind Zweifel an den Storys Messners absolut angebracht.

Grüße,
Joachim
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chaot32
03.02.2004 11:28 Uhr
[quote=**Francis schrieb am 03.02.2004**] Hallo,
mich würde interessieren, warum der Autor (Martin Joisten) in seinem Bericht die Darstellung Messners zur viel zitierten 1970er-Nanga-Parbat-"Geschichte" zwar nicht ganz offen, aber doch deutlich zwischen den Zeilen zu lesen in Zweifel zieht. Worin liegt das Interesse, ein Bergsteiger-"Denkmal" wie Messner, das sicherlich nicht jedem sympathisch sein muss, ohne Kenntnis der Sache (diese kann alleine Messner haben) ins Wanken zu bringen.

Der Knochenfund von 2000 - sollte er tatsächlich Günther Messner zuzuordnen sein - zeigt, dass die Mutmaßungen nicht nur Herrligkoffers-, sondern auch der anderen Expeditionsteilnehmer von damals wie Saler und Kienlin, so wie sie sie in ihren Büchern vorgebracht haben, falsch sind. Die Gründe, warum die Messner-Brüder ins Diamir-Tal abgestiegen sind und nich den Rupal-Aufstiegsweg genommen haben, legt Messner detailliert in seinen diversen Veröffentlichungen zu dem Thema dar. Man muss dies nicht glauben, aber welche Veranlassung hätte man dazu, das in Zweifel zu ziehen, wo doch der Einzige der die Wahrheit wirklich kennt, Messner ist und sonst niemand? [endquote]

Tja, vielleicht deshalb, weil Messner in den vergangen 30 Jahren dieses Thema immer wieder selbst auf den Tisch gebracht hat, und dabei nicht immer die gleiche Geschichte erzählt hat, sondern immer wieder unterschiedliche Versionen. (Z.B. die Höhe, auf der sein Bruder angeblich verunglückt ist, schwankt um ca. 1500m in unterschiedlichen Interviews etc...) Das gibt halt soch etwas zu denken. Und dann sein "Angriff" auf die damaligen "Kameraden" in Bezug auf *unterlassene Hilfeleistung* vor nicht allzu langer Zeit....
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Francis
03.02.2004 07:11 Uhr
Hallo,
mich würde interessieren, warum der Autor (Martin Joisten) in seinem Bericht die Darstellung Messners zur viel zitierten 1970er-Nanga-Parbat-"Geschichte" zwar nicht ganz offen, aber doch deutlich zwischen den Zeilen zu lesen in Zweifel zieht. Worin liegt das Interesse, ein Bergsteiger-"Denkmal" wie Messner, das sicherlich nicht jedem sympathisch sein muss, ohne Kenntnis der Sache (diese kann alleine Messner haben) ins Wanken zu bringen.

Der Knochenfund von 2000 - sollte er tatsächlich Günther Messner zuzuordnen sein - zeigt, dass die Mutmaßungen nicht nur Herrligkoffers-, sondern auch der anderen Expeditionsteilnehmer von damals wie Saler und Kienlin, so wie sie sie in ihren Büchern vorgebracht haben, falsch sind. Die Gründe, warum die Messner-Brüder ins Diamir-Tal abgestiegen sind und nich den Rupal-Aufstiegsweg genommen haben, legt Messner detailliert in seinen diversen Veröffentlichungen zu dem Thema dar. Man muss dies nicht glauben, aber welche Veranlassung hätte man dazu, das in Zweifel zu ziehen, wo doch der Einzige der die Wahrheit wirklich kennt, Messner ist und sonst niemand?
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jm
02.02.2004 00:34 Uhr
reinhold messner polarisiert eben immer noch und wieder. und gute pr ists auch für ihn (egal ob gewollt oder nicht)
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Jürgen-Kremer
31.01.2004 22:41 Uhr
Die getroffenen Aussagen zur Elequenz von Reinhold Messner kann ich (ich habe ihn an zwei Vorträgen mit Diskussion mal erlebt) durchaus bestätigen. Die Aussage: Hinterher weiß man nicht mehr, was man eigentlich gefragt hat! scheint mir zutreffend. Insofern scheint mir die Klärung der Lage auch durch noch mehr Pressekonferenzen oder Gegendarstellungen nicht klarer zu werden, den Knochen von Günther können wir auch nicht mehr fragen. Hier wird es - so fürchte ich - keine abschließende Wahrheit mehr geben.
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steffenC
30.01.2004 18:58 Uhr
Tja, Martin, ich sah deine Seite bisher als Plattform mit subjektiver Themenauswahl, die aber eine gewisse Objektivität für sich beansprucht. Unter diesem Blickwinkel macht es sicherlich keinen Spass, den Aufmacher auch als gesamten Inhalt wahrzunehmen. Darauf bezog sich mein "Schade". Dies war jedoch keine Aufforderung für eine Rechtfertigung, weder für Dich noch für den Messner - auch wenn es scheinbar dem Zeitgeist entspricht!
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webmaster
30.01.2004 18:24 Uhr
Nun Steffen,
alles, was ich hier auf meiner Seite bei solchen Gelegenheiten schreibe, ist in der einen oder anderen Art subjektiv "gefärbt". Das ist gerade der Witz an der Geschichte. Ich finde das so viel interessanter und kurzweiliger - einmal zum Schreiben und hoffentlich auch zum Lesen. Wenn Du etwas anderes haben möchtest, dann tut mir das leid - vielleicht müsstest Du Dir zu diesem Thema den Spiegel oder die Süddeutsche nehmen.
Und sei versichert - hier geht es nun wirklich nicht um eine "Verletzung persönlicher Eitelkeiten". Dazu bin ich viel zu unwichtig, als dass ich bei so einer Gelegenheit die beleidigte Leberwurst spielen müsste, auf Rache sinne und hier wild drauf los schreibe. Mal im ernst: Wer bin ich, dass Reinhold Messner mich kennen müsste? Na also!
Es war lustig, wie er da ins Blaue geschossen hat und brachte mir eben dadurch einen netten Aufhänger. Nicht mehr - nicht weniger. Aber danke für die Blumen, dass Du überhaupt in eine solche Richtung gedacht hast ;-)
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steffenC
30.01.2004 18:04 Uhr
Leider wird hier ein stark subjektiv verfärbter Bericht abgeliefert, der offensichtlich aufgrund der Verletzung persönlicher Eitelkeiten geschrieben wurde. Schade!

P.S. Welche Fragen sind denn offen?
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webmaster
30.01.2004 09:42 Uhr
[quote=**fichtelwichtel schrieb am 30.01.2004**] Danke für diesen sehr informativen Bericht!
Habe R. Messner bei Maischberger gesehen. Seine Körpersprche und Gestik vermittelte mir da den Eindruck, dass er sich nicht immer sicher ist bei seinen Aussagen. Wie war da Dein Live-Eindruck?
Das mit dem Hallenfuzzi finde ich schon sehr überheblich! Aber es ist wohl auch bezeichnend für R. M. [endquote]Das mit dem "Hallenfuzzi" hat er nicht gesagt, sondern ist meine Interpretation seiner Aussage.
Generell ist Messner durch seine jahrzehntelange Praxis sehr eloquent. Ich hatte den Eindruck, dass er auf die Fragen - die ja nicht neu waren - eine Standardreplik hatte, die er zu jeder tages- und nachtzeit zum besten geben kann. Das führte aber mitunter dazu (wie man das bei Politikern sehr häufig trifft), dass er eine Antwort gab, die gar nicht zur Frage passte. Das dann aber so umfangreich, dass man sich am Ende kaum mehr an die eigentliche Frage erinnern konnte. Manchmal wurde nachgehakt und nachgebohrt, aber ein Messner lässt sich nicht festnageln. Dazu ist er - wie schon gesagt - viel zu redegewandt...
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fichtelwichtel
30.01.2004 09:35 Uhr
Danke für diesen sehr informativen Bericht!
Habe R. Messner bei Maischberger gesehen. Seine Körpersprche und Gestik vermittelte mir da den Eindruck, dass er sich nicht immer sicher ist bei seinen Aussagen. Wie war da Dein Live-Eindruck?
Das mit dem Hallenfuzzi finde ich schon sehr überheblich! Aber es ist wohl auch bezeichnend für R. M.
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webmaster
30.01.2004 08:13 Uhr
[quote=**Lothar schrieb am 30.01.2004**] Danke Martin für den ausführlichen Bericht. Übrigens war es Toni Kurz der 1936 ein tragisches Ende am Eiger fand. Toni Schmid war einer der Erstbegeher der Matterhorn-Nordwand. Er starb in der Wiesbachhorn NW-Wand. [endquote]Hallo Lothar, Du hast natürlich völlig recht - es war Toni Kurz. Vielen Dank dafür! Ich habe das verbessert.
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Berofa
30.01.2004 08:09 Uhr
Martin, Du bist einfach der beste.

Vielen dank für diesen ausführlichen Bericht.

Berofa
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Lothar
30.01.2004 08:09 Uhr
Danke Martin für den ausführlichen Bericht. Übrigens war es Toni Kurz der 1936 ein tragisches Ende am Eiger fand. Toni Schmid war einer der Erstbegeher der Matterhorn-Nordwand. Er starb in der Wiesbachhorn NW-Wand.
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